Einsatz der Materialien

Individuelles Lernen in der Grundschule mit den Unterrichtsmaterialien des Grundschulateliers

Jeder Schüler kommt mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Grundschule und hat seine eigene Persönlichkeit, seine eigenen Interessen, Stärken und Schwächen.
Während der Schulzeit entwickelt sich jedes Kind auf verschiedene Art und Weise weiter und baut seine individuellen Stärken aus. Jeder kleine Lerner hat Schwierigkeiten in ganz verschiedenen Lernbereichen. Kein Kind kann mit Mitschülern in eine Schublade gesteckt werden.

Wie kann man jedem einzelnen Schüler gerecht werden? Wie schafft man es, kein Kind aus den Augen zu verlieren?

Diesen Anforderungen kann nur ein offener Unterricht gerecht werden.
Ein Unterricht, in dem jedes Kind zur gleichen Zeit die gleichen Aufgaben erledigt, vernachlässigt die Individualität der Schüler. Warum sollte ein Schüler etwas lernen, das er schon beherrscht? Warum sollte ein Schüler gezwungen sein, eine Aufgabe zu bearbeiten, welche er nicht versteht, weil er in seinem Entwicklungsstand - diesen Lernbereich betreffend - noch nicht soweit ist, wie es für diese Aufgabe vorausgesetzt wird?
Im offenen Unterricht arbeitet jeder Schüler individuell an seinen Förderschwerpunkten. Hierzu erfordert es genauer Diagnose der Lernentwicklungsstände durch den Lehrer/die Lehrerin. Optimal wäre es, wenn jeder Schüler einen eigenen Arbeitsplan erhielte, in welchem Aufgaben aufgelistet sind, welche dieser Lerner bearbeiten soll.
Für einen solchen Unterricht ist eine motivierende und vorbereitete Lernumgebung mit einer Vielfalt ansprechender Unterrichtsmaterialien nötig.

Freiarbeitskarteien

  • selbstständiges Lernen

Die Freiarbeitskarteien des Grundschulateliers können optimal im offenen Unterricht eingesetzt werden, da sie selbstständiges Lernen auf verschiedenen Lernentwicklungsständen ermöglichen.

Zu den Freiarbeitskarteien gibt es in der Regel einen Arbeitsplan und Lösungsseiten zur Selbstkontrolle, so dass die Schüler völlig selbstständig daran arbeiten können.

  • verschiedene Formen, die Freiarbeitsmaterialien anzubieten

Diese Unterrichtsmaterialien können Sie entweder als Kartei, aber natürlich auch als Kopiervorlagen in einzelnen Unterrichtsstunden bzw. für die Hausaufgaben, einsetzen.

1.) Wenn Sie eine Kartei erstellen möchten, bietet es sich an, die Karteikarten zu laminieren, außerdem können die Schüler die Lösungen so mit abwaschbaren Folienstiften direkt auf die Karten schreiben. Es gibt Karteien, welche Aufgaben beinhalten, die die Schüler in ihrem Heft bearbeiten sollen, aber auch Karteien mit Aufgabenkarten, die die Schüler beschriften können.
Die Karteien können Sie den Schülern in der Freiarbeitsecke anbieten.

2.) Wenn Sie die Materialien jedoch lieber als Kopiervorlagen nutzen möchten, kopieren Sie ausgewählte (oder alle) Arbeitskarten für die Schüler und geben sie ihnen diese entweder einzeln oder binden Sie aus allen Karten ein Arbeitsheft.

3.) Vielleicht möchten Sie auch lieber einzelne Aufgabenkarten mit dem Overheadprojektor oder einem Beamer an die Wand projizieren.

  • individuelle Pflichtaufgaben / individuelle Förderpläne

Sie können die Karteien auch optimal in die Arbeit mit individuellen Förderplänen einbeziehen.

Wenn ein Schüler an einem bestimmten Förderschwerpunkt arbeitet, erhält er den entsprechenden Arbeitsplan zur jeweiligen Kartei und kann selbstständig damit arbeiten.

In den Plänen können beispielsweise auch individuelle Pflichtaufgaben markiert werden.

Es kann auch ein Arbeitsplan mit mehreren Förderschwerpunkten erstellt werden, indem aus verschiedenen Freiarbeitskarteien bestimmte Karten ausgewählt werden.

Stationsläufe und Lernwerkstätten (Arbeitsblätter, Aufgabenkarten und Lernspiele)

Individuelles Lernen ist außerdem mit den Stationsläufen und den Arbeitsblättern und Lernspielen der Lernwerkstätten sehr gut möglich, da sie Unterrichtsmaterialien in verschiedenen Schwierigkeitsstufen enthalten.

  • selbstständiges Lernen

Auch mit den Arbeitsblättern, Lernspielen und Aufgabenkarten der Stationsläufe und Lernwerkstätten (Materialsammlungen) ist selbstständiges Arbeiten sehr gut möglich, da die Aufgaben klar strukturiert und für die Kinder verständlich aufgearbeitet sind. Die Aufgabenstellungen sind kindgerecht formuliert und häufig (wenn sinnvoll) gibt es auf den Arbeitsblättern Infokästen, in welchen die Lerninhalte knapp und einfach zusammengefasst sind bzw. in denen die Kinder Lerntipps finden.

Zu den Stationsläufen gibt es jeweils einen Arbeitsplan und in der Regel Lösungsseiten zur Selbstkontrolle, so dass die Schüler völlig selbstständig an
den Stationen arbeiten können.

Außerdem enthalten die Stationsläufe Stationskarten, welche Sie mit Klammern an den Ablagekörben befestigen können, so dass die Grundschulmaterialien übersichtlich in der Klasse angeboten werden können und für die Kinder selbstständig auffindbar sind.

  • verschiedene Formen, die Freiarbeitsmaterialien anzubieten

Die Arbeitsblätter und Lernspiele des Grundschulateliers können Sie entweder in Form eines Stationslaufs, aber natürlich auch separat in einzelnen Unterrichtsstunden, einsetzen.
Sie können die Arbeitsblätter und Aufgabenkarten für jedes Kind kopieren und ggf. daraus ein Arbeitsheft binden oder sie zusammen mit den Lernspielen in Form eines Stationslaufs in Ablagekörben anbieten.

Wenn Sie die Arbeitsmaterialien laminieren, können die Kinder mit abwaschbaren Folienstiften darauf arbeiten, sie anschließend auswischen und zurücklegen.
Dies spart Kopierkosten, Sie erhalten haltbare Materialien und die bunten Arbeitsmaterialien sind ansprechender für die Schüler als Kopien.

Die Arbeitsmaterialien der meisten Stationsläufe des Grundschulateliers sind nicht nummeriert, so dass Sie die Stationen flexibel arrangieren und selbst nummerieren können.
Entweder Sie nutzen alle Angebote oder wählen eine Auswahl der Arbeitsmaterialien aus und ergänzen diese gegebenenfalls durch weitere Materialien.

  • individuelle Pflichtaufgaben / individuelle Förderpläne

Markieren Sie auf dem Arbeitsplan gegebenenfalls Pflichtstationen - entweder für alle Schüler die gleichen Stationen und die gleiche Anzahl an Angeboten oder individuelle Pflichtaufgaben (in Schwierigkeit und Anzahl).

Oft gibt es mehrere ähnliche Arbeitsmaterialien, welche an einer Station angeboten werden können (z.B. Lernspiele in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen).
Hierbei empfiehlt es sich, dass nur eine der Übungen einer Station als Pflichtaufgabe bearbeitet werden muss, die weiteren Übungen freiwillige Angebote sind.

Es empfiehlt sich, auf den Stationsschildern, welche Sie an den Ablagekörben befestigen, den Schwierigkeitsgrad zu markieren, z.B. indem man Symbole darauf malt (1, 2 oder 3 Glühbirnen) oder indem man die Stationsschilder nach dem Ampelprinzip farbig markiert (rote, gelbe und grüne Klebepunkte bzw. alle drei, falls es an einer Station Übungen in allen Schwierigkeitsstufen gibt). Man könnte die Schilder alternativ auch auf farbiges Papier drucken.